Es gibt einen auf mehreren Internetseiten und Blogs veröffentlichten Artikel von Menno Henselmans. Der deutsche Titel ist: „Bio Signature: Sind Hormone der Schlüssel zum Gewichtsverlust?“ In diesem Artikel versucht der Autor, die Biosignature Methode von Charles Poliquin als Marketing Gag zu enttarnen.

Charles Poliquin hat zu seinen Lebzeiten soweit ich weiß nie Stellung zu diesem Artikel (wie auch zu vielen anderen Angriffen auf ihn) bezogen, weil er damit nur die Angreifer bekannter gemacht und seine Zeit verschwendet hätte.

Nicht, dass einige Kritik nicht gerechtfertigt war. Man muss nicht mit allem, was Charles Poliquin gesagt, getan und behauptet hat, einverstanden sein. Er war und ist jedoch zweifelsohne eine Koryphäe in der Welt des Krafttrainings und hat neben seinen eigenen Erfolgen mit Profiathleten sehr viele exzellente Trainer ausgebildet, die auf der ganzen Welt beeindruckende Resultate mit ihren Kunden erzielen. Ich habe ihn persönlich kennen lernen dürfen und bin dafür sehr dankbar. Auch habe ich mehrere Seminare bei ihm besucht, unter anderem auch 2012 ein BioSignature Seminar in England.

Meine Intention hinter dieser Stellungnahme ist jedoch nicht die posthume Verteidigung von Charles Poliquin oder meine eigene Profilierung. Ich will einfach Zeit sparen und falsche Behauptungen widerlegen, die auch meine Arbeit betreffen. Ursprünglich war die erste Fassung dieses Artikels nur eine Antwort in E-Mail Form an jemanden, der mich darauf verwiesen hatte. Andere Trainer, welche die BioSignature Messung oder eine andere Variante der Hautfaltenmessung praktizieren, sowie ich selbst sind jedoch schon häufig auf diesen Artikel angesprochen worden. Bevor ich jedem einzelnen der mich fragt meine Meinung dazu sage, schreibe ich sie lieber einmal auf und verweise zukünftig darauf. 

Hier erst einmal der Artikel von Menno Henselmans auf Deutsch: https://aesirsports.de/bio-signature-charles-poliquin-hormone-abnehmen/

 

Ich wundere mich immer wie ungeprüft solche Artikel geglaubt und verbreitet werden, wenn sie nur die eigene Meinung untermauern.

 

Alle Behauptungen auf die ich eingehe sind 1:1 aus dem deutschsprachigen Artikel im Link übernommen. Inklusive Grammatikfehlern, die aber nicht zwangsläufig in dem englischsprachigen Original enthalten sind.

Ich bin den Artikel chronologisch von Anfang bis Ende durchgegangen und habe dort Stellung bezogen, wo es meiner Meinung nach nötig war.

MH bedeutet der Text stammt 1:1 aus dem Artikel.

Kursiv darunter meine Anmerkungen.

Los geht`s:

 

MH: Es gibt eine wahre Geschichte hinter diesem Artikel. Das Original wurde in Niederländisch auf dem Blog von Guy Droog, einem Men’s Health Cover Model und Personal Trainer, veröffentlicht, der ein langjähriger Klient bei mir war. Guy und ich teilen eine Verpflichtung gegenüber der Wahrheit…

Wie wahr die Behauptungen in diesem Artikel sind, werden wir gleich noch sehen. Grundsätzlich wird selten jemand der bekannter ist und finanziell mehr verdient angegriffen, weil der Angreifer aus der selben Branche selbstlos die Wahrheit ans Tageslicht bringen möchte.

 

MH:…und das selbst dann, wenn es einige Leute verärgert und karrieretechnisch vielleicht auch nicht die beste Entscheidung darstellt.

Inwiefern sollte seine Karriere dadurch gefährdet sein? Er wurde dadurch bekannter. Es ist ja nicht so, dass er einen bekannten Politiker oder den Chef seiner Firma angegriffen hat. So groß war die Macht von Charles Poliquin in der Fitnessbranche nicht, dass eine Kritik an ihm die eigene Karriere zerstört hätte.

Der Artikel dient meiner Meinung nur dazu, selbst Expertenstatus zu erlangen und bekannter zu werden. Daran wäre nichts verkehrt, wenn der Artikel denn ordentlich recherchiert wäre. Was er nicht ist.

 

MH: Stelle die hormonelle Balance wieder her und das hartnäckige Körperfettwird so schnell verschwinden, wie Tränen in einem Blizzard. Und das Beste daran ist: Du musst nicht einmal weniger dafür essen.

So oder so ähnlich lautet das Versprechen einer exponentiell-steigenden Anzahl an Vereinigungen, welche den perfekten Strandkörper versprechen, indem sie hormonelle Dysbalancen beheben – allen voran die BioSignature Modulation von Charles Poliquin(…)

Glatt gelogen. Die passsende Ernährung ist ein riesiger Teil der BioSignature Ausbildung (wie Henselmans nur etwas später selbst schreibt), da die Ernährung natürlich auch eine Auswirkung auf die Hormone hat. Weniger zu essen hat schon für sehr viele Menschen nicht funktioniert, weil sie halt die für sie falschen Nahrungsmittel essen.

 

MH: Die Grundidee hinter BioSignature ist wie folgt: Du kannst die Serumspiegel der wichtigsten Hormone im Körper ohne einen Bluttest ermitteln.

Das wurde mir nie so beigebracht. Im Gegenteil: in der BioSignature Ausbildung wurde sogar empfohlen, Bluttests im Labor mit seinen Kunden machen zu lassen (was ich selbst auch tue) und es wurden optimale Soll-Blutwerte genannt. Die Grundidee ist, dass Hormone die Körperfettverteilung beeinflussen und den Körperfettabbau behindern oder fördern. Was beides Fakt ist. 

 

MH: Wenn du eine überproportionale Menge an Fett in der Nähe des Unterschulterblatts (subscapular) einlagerst, dann bedeutet dies, dass du zu viel Insulin produzierst.

Falsch! Die Subscapularis-Falte stand bei BioSignature schon immer für die genetische Fähigkeit, den Blutzucker effektiv zu managen. Nicht für die Insulinproduktion an sich.

 

MH: Wenn du also weißt, welche Hormone aus der Balance gefallen sind, dann kannst du dies durch ein spezifisches Training, eine spezifische Ernährung, Ergänzung sowie bestimmte Lifestyle Interventionen beheben. Das Ergebnis ist, dass das unliebsame Fetteinlagerungsmuster sich in der Folge korrigieren wird.

Stimmt. Jetzt ist zumindest von spezifischer Ernährung die Rede.

„Korrigieren“ ist aber wieder falsch verstanden worden. Das Ziel ist nicht das Fett woanders einzulagern, also ein „Muster“ zu korrigieren, sondern es zu verbrennen.

 

MH: Bevor wir tiefer in die Forschung eintauchen, können wir bereits eines der Hauptprobleme von BioSignature identizifieren. Deine Fettverteilung und deine Fettmasse sind zwei distinkte anthropometrische (wortwörtlich: „körperliche Messungen“) Charakteristiken. Die Fettmasse ist die Gesamtmenge an Fett, die dein Körper mit sich herumträgt und die Verteilung definiert, wo es eingelagert wird. Wenn du also deine Fettverteilung mit Hilfe einer hormonellen Korrektur veränderst, ohne dabei auch nur ein Gramm an Körperfett zu verlieren, tust du im Grunde genommen nichts anderes, als das Fett von A nach B in deinem Körper herumzuschieben.

Er denkt sich das einfach aus. Charles Poliquin hat niemals behauptet, dass nur das Fett an einen anderen Ort des Körpers verlagert werden muss. Was für ein Schwachsinn.

Natürlich ist es das Ziel in den allermeisten Fällen, Körperfett abzunehmen, also den prozentualen Körperfettanteil zu senken. Daher bekommt man bei der Hautfaltenanalyse ja auch einen Prozentwert vom Körperfett heraus. Henselmans hat es einfach falsch verstanden, weil er die Ausbildung wahrscheinlich nie selbst gemacht (oder wenn, dann nicht aufgepasst hat) und sich mit gefährlichem Halbwissen profilieren will.

 

MH: Ein Körnchen Wahrheit (…)BioSignature ist nichts, dass sich Charles Poliquin einfach aus dem Nichts erdacht hat. Die wissenschaftliche Literatur ist zweifelsfrei, wenn es um die Tatsache geht, dass die regionale Fettverteilung durch die Aktivität unterschiedlicher Hormone beeinflusst wird (7)(9).

Aha. „Körnchen“, haha. Untertreibungen um Fakten kleinzureden werden noch häufiger auftauchen.

 

MH: Die meisten Menschen sind bestens mit der Volksweisheit vertraut, dass Männer ehe eine Apfelform haben (d.h. relativ viel Viszeralfett und Fettgewebe in der Bauchfellgegend), während Frauen eher eine Birnenform aufweisen (d.h. eine verstärkte Einlagerung von Fett in Hüft- und Schenkelgegend).

Die Geschlechterunterschiede im Fetteinlagerungsmuster sind Fakten, die jedermann im täglichen Leben selbst beobachten kann. 

An dieser Stelle muss ich einen Sprung im Text zur Zusammenfassung am Ende des Artikels machen, damit ein weiterer Widerspruch deutlich wird, der Fett markiert ist.

Wie Hormone den Ort, an dem du Fett einlagerst, beeinflussen ist relativ simpel zu erklären. Generell speichern Männer das Fett gelichmäßig verteilt am Körper, was ihnen eine „Bananen-Form“ beschert.

Ja was denn nun? Hier werden Äpfeln mit Bananen gleichgesetzt.

 

MH: Auf Transsexualität und Fettverteilung kommen wir später noch einmal zu sprechen, doch für den Augenblick nehme ich stark an, dass die Leute nicht an einer Geschlechtsumwandlung interessiert sind, nur um ihr hormonelles Profil „auszubalancieren“.

Ja, darauf kommen wir noch zu sprechen, da er sich dort erneut widerspricht.

 

MH: Jedoch beeinflusst Testosteron die Tiefe der Fetteinlagerung (aber eben nicht den Ort), insofern kannst du nicht vom Fetteinlagerungsmuster auf den Testosteronwert eines Mannes schließen, so wie es das Bio Signature Konzept vermittelt.

Auch hier muss ich etwas im Text springen. Später schreibt Henselmans nämlich dann:

Dasselbe passiert bei Frauen, die sich zum Mann umoperieren lassen (Transsexuelle) und eine Testosterontherapie erhalten: Das Fettverteilungsmuster nimmt maskuline Züge an (Von der Birne zum Apfel).

Das widerspricht sich fundamental. Die Testosterontherapie und damit das Hormon Testosteron verändert den FettverteilungsORT (von den Beinen zum Bauch/ Birne zum Apfel), wie er selbst bestätigt.

 

MH: Cortisol sorgt primär für eine Fetteinlagerung in der Bauchgegend, gefolgt vom Torso und nur minimal am Unterkörper. Die Behauptung innerhalb des Bio Signature Konzepts, wonach eine hohe Fetteinlagerung am Bauch ein Indikator für (zu) hohes Cortisol ist, besitzt demnach ein Fünkchen Wahrheit.

Wieso Fünkchen? Es ist offensichtlich wahr, wie er selbst bestätigt. Dann will er es wieder kleinreden, weil es nicht in sein Konzept passt. 

 

MH: Wie man es auch dreht und wendet – Östrogen ist stets proportional zu Testosteron. Beide steigen gemeinsam in ihrer Konzentration, beide sinken gemeinsam in ihrer Konzentration. Daher ist es auch unmöglich zwischen den fetteinlagernden Eigenschaften von Testosteron und Östrogen in gesunden Männern zu unterscheiden. Auch dies steht im Widerspruch zum Bio Signature Konzept.

Falsch!  

Hier ein Interview mit einem echten Hormon-Experten (Prof. Dr. habil. Robin Haring) dazu:

https://www.laborjournal.de/editorials/1054.php

Auszug:

„Haring: Exakt. Der direkte Zusammenhang zwischen Testosteronspiegel und dem Körperbau gehört zu den wichtigsten evidenzbasierten Erkenntnissen der epidemiologischen und auch der klinischen Testosteronforschung. Wenn der Bauchumfang steigt, sinkt der Testosteronspiegel und umgekehrt.

Kann man das stoffwechselphysiologisch erklären?

Haring: Das hat mit der Konversion zwischen Östrogen und Testosteron zu tun. Dieses Wechselspiel wird durch die Körperfettansammlung gestört; dabei wird dem Körper dann Testosteron entzogen und vermehrt in Östrogen verwandelt.“ 

Henselmans hat hier ganz offensichtlich einen in seiner Kritik entscheidenden hormonellen Prozess nicht verstanden.

 

MH: (…)das Bio Signature Konzept behauptet nun, dass ein hoher Östrogenspiegel mit einer Fetteinlagerung im Unterkörper einhergeht (was auch stimmt – allerdings nur bei Frauen).

Schon wieder ein Fünkchen Wahrheit. Die Beinfalten hängen nicht nur mit Östrogen zusammen, es spielen auch andere Faktoren eine Rolle.

 

MH: Wie kommt es dann, dass das Bio Signature Programm dann „funktioniert“? Das Internet ist voll von Vorher-Nachher-Fotos und Testimonials.

Das kommt daher, dass es funktioniert. Vielleicht weil die Anwender von jemand ausgebildet wurden, der vorher seine Hausaufgaben gemacht hat.

 

Zu anderen Punkten in dem Artikel habe ich nicht mehr Stellung bezogen, ich denke ich habe meinen Punkt mehr als deutlich gemacht. Alles in allem ist das ein sehr schlecht recherchierter Artikel voller Halbwahrheiten, Unwahrheiten und Widersprüchen. Ich habe ein Problem damit, wenn andere Leute öffentlich Trainer angreifen, weil sie glauben aufgrund von mangelhaften und unvollständig interpretierten Studien oder eben solchen schlechten Artikeln im Recht zu sein.

Irren ist menschlich und selbstverständlich habe ich auch schon Fehler gemacht oder falsche Behauptungen aufgestellt. Nur habe ich nie andere Trainer namentlich angegriffen, um mich an ihnen hochzuziehen. Kritik an Anderen erspart einem nämlich nicht die eigene Leistung.

Ich habe mir auch schon die Frage gestellt, warum Trainer die mit einer Variante der Hautfaltenmessung arbeiten, oftmals viele Erfolge mit ihren Kunden dokumentieren konnten, während die Trainer, die sie dafür kritisieren, meist keine oder nur sehr wenig dokumentierte Kundenerfolge (abseits von schriftlichen Testimonials) vorzuweisen haben.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden: an schriftlichen Testimonials ist nichts verkehrt. Keine Vorher-Nachher Bilder zu machen ist auch nicht verkehrt. Keine Hautfaltenmessung zu verwenden ist auch nicht verkehrt. Es gibt auch Trainer die leisten ohne all das hervorragende Arbeit.

Zu behaupten andere sind Schwindler und deren Methoden öffentlich mit einem Artikel voller Unwahrheiten anzuzweifeln, um sich selbst als Experte darzustellen und mehr Kunden – oder besser noch Trainer, die die eigenen Seminare buchen sollen – zu generieren, ist jedoch verkehrt!

Wenn man sich evidenzbasiert auf die Fahne schreibt, muss das in alle Richtungen gelten. Behauptungen in einem Artikel sind nicht automatisch richtig, nur weil er Studien enthält und der Autor gut in Shape ist. Wie ich hoffentlich am Beispiel des Artikels von Menno Henselmans klarstellen konnte.

Ich kann auch nur jedem Trainer und angehenden Trainer raten, die Publikationen und produzierten Erfolge von demjenigen, dessen Seminar sie besuchen oder von dem sie sich coachen lassen wollen, zu überprüfen, bevor sie sich entscheiden von ihm zu lernen.

 

Abschließend: die Frage ob man erst fett wird und dann die Hormone aus der Balance geraten oder ob es die Hormone sind, die einen schneller fett werden lassen, ist in etwa die gleiche wie die was zuerst da war, Henne oder Ei. Beide bedingen sich gegenseitig. Aus der Henne entsteht das Ei und aus dem Ei entsteht die Henne.

Natürlich korreliert, wie wir gelernt haben, der Bauchumfang mit weniger Testosteron. Natürlich kann man sich diesen Bauchumfang auch einfach durch viel zu viel Kalorien anfressen, indem man einfach viel mehr isst als vorher. Oder man nimmt so viel Zucker zu sich, dass man Typ 2 Diabetes entwickelt. Das bekommen heutzutage schon Kinder. In diesen Fällen haben die Kalorien, bzw. auch die Art der Kalorien, zu hormonellen Anpassungen geführt. Mehr zum Thema Kalorien habe ich übrigens hier geschrieben.

Wenn deine Kalorienaufnahme identisch ist wie die, mit der du sonst dein Körpergewicht halten konntest, du aber das letzte Jahr aufgrund von wenig Schlaf und viel Stress mehr Cortisol ausgeschüttet hast, wird dein Testosteron sinken und deine Blutzuckerschwankungen werden zunehmen. In der Folge wirst du Muskelmasse verlieren und einfacher Körperfett aufbauen und diese Kalorienmenge wird plötzlich ausreichen, um fetter zu werden. Dann immer nur weniger zu essen ist nicht die Lösung. Es muss zusätzlich ein Ansatz von innen her, um die Hormone wieder Richtung Muskelaufbau und Fettverbrennung zu optimieren.

 

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5 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Wenn man den Original-Artikel mir diesem Kommentar (inklusive Rechtschreib-& Grammatikfehler) vergleicht, wirkt das leider eher wie eine kindlich-beleidigte Abwehrreaktion auf einen Artikel, der einem einfach nicht passt. Jedenfalls nicht professionell. Sicherlich gibt es in Henselmanns (dem hier quasi jegliche Kompetenz versucht wird abzusprechen) Artikel ein paar Fehler. Aber die grundlegenden Fragen und Vorgänge die er anspricht, sind nicht verkehrt und auf die meisten Aussagen wird hier gar nicht eingegangen. Statt einer kritischen Auseinandersetzung mit der Thematik kommt mir das doch nur wieder wie ein in-Schutz-nehmen der poliquinschen Aussagen vor, was unter seinen Anhängern verbreitet scheint.

    Antworten
    • Philip Schmieder
      6. November 2019 11:38

      Das ist halt deine Meinung, die du hier anonym kundtust…dein Kommentar beruht leider auf deinem Gefühl und deiner Annahme, nicht auf Fakten. Das kann man genauso gut und genauso albern umdrehen und behaupten, du nimmst Henselmans Aussagen in Schutz, weil du Poliquin offensichtlich nicht magst.

      Zu der Verteidigung von Poliquin habe ich mich direkt am Anfang geäußert, falls du das überlesen hast. Ich nehme hier nicht, wie von dir behauptet, Poliquins Aussagen in Schutz, sondern lege den Stand der Wissenschaft dar.

      Ich habe etliche Fehler in Henselmans Artikel erläutert. Angefangen mit dem falschen Verständnis der Hautfalten und der Methode an sich bis hin zu hormonellen Prozessen. Lies ihn dir einfach nochmal durch. Seine Kompetenz zum Thema Hormone (das heißt nicht jegliche andere Kompetenz) hat er sich mit dem Artikel selbst abgesprochen. Grundlegende Fragen, wie eben ob Testosteron den Speicherort des Körperfettes beeinflusst, hat er völlig verkehrt beschrieben. Du hast doch sicherlich das Interview von dem Hormonexperten gelesen das ich zitiert habe.

      Es ist schlicht und einfach falsch was Henselmans schreibt und hätte Poliquin so etwas geschrieben würde ich wetten, du würdest nicht sagen er hat „ein paar Fehler gemacht“ sondern ihm jegliche Kompetenz absprechen. Prüf da mal lieber deine Objektivität.

      Wenn man so Welle machen will sollten die Fakten stimmen – und zwar alle! Das tun sie im Falle von Henselmans Artikels nicht. Bezüglich grundlegender Vorgänge gibt er ja sogar mehrfach zu, dass Hormone die Körperfettverteilung beeinflussen und an Biosignature etwas dran ist und redet es dann wieder klein, so wie du seine Fehler klein reden willst. Das ist ja der fundamentale Kritikpunkt in meinem Artikel! Hättest du ihn mit weniger Emotionen gelesen und richtig verstanden, könntest du so eine Aussage gar nicht treffen.

      Antworten
    • Philip Schmieder
      6. November 2019 14:11

      Aufgrund deines Seitenhiebes vermute ich, dass du meine Anmerkung zu den Grammatikfehlern falsch verstanden hast. Ich weise darauf hin, dass in den zitierten Teilen des deutschsprachigen Artikels Rechtschreibfehler enthalten sind, die aber nicht zwangsläufig von Henselmans englischsprachigem Artikel übernommen wurden.
      Das heißt, ich nehme wenn man so will Henselmans in Schutz, da die Fehler beim Übersetzer liegen, nicht bei Henselmans (oder mir). Mittlerweile sind die Fehler soweit ich weiß behoben worden. Damit ist jetzt also auch noch der Artikel besser lesbar. Inhaltlich richtiger ist er allerdings nicht geworden.

      Antworten
  • Interessanter Artikel! Du schreibst:

    MH: (…)das Bio Signature Konzept behauptet nun, dass ein hoher Östrogenspiegel mit einer Fetteinlagerung im Unterkörper einhergeht (was auch stimmt – allerdings nur bei Frauen).

    Schon wieder ein Fünkchen Wahrheit. Die Beinfalten hängen nicht nur mit Östrogen zusammen, es spielen auch andere Faktoren eine Rolle

    Kannst du auf die anderen Faktoren eingehen oder auf alternative Artikel/Bücher eingehen? Danke

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